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Einfach nur "waka waka"

Schöppingen - Jubel, Trubel, Heiterkeit und tausendfaches „Hei-a-kra-Bau“ herrschte am Freitagabend beim Büttabend der Schöppinger Narren des NSKKV im Alte-Post-Hotel. Mit dem Einzug der Jugend-Feuerwehr-Kapelle, der Blauen und der Roten Garde, des Elferrates, des Festkomitees Eggerode und des Prinzenpaares 2011 wurde der erste närrische Höhepunkt der Session 2011 um punkt 20.11 Uhr durch die beiden Moderatoren Uwe Isermann und Udo Artmann eröffnet. „Heißen Sie mit uns unser Prinzenpaar aus Eggerode willkommen, für das wir uns letztes Wochenende anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Eggeroder Karnevalvereins entschieden haben. Hier sind Prinz Guido I. (Gevers), Prinzessin Annette I. (Gevers) sowie Vizeprinz Uwe Isermann. Sie haben sich auf vier rasante Karnevalswochen bis zu unserem Umzug am 6. März 2011 eingestellt“, verkündete Udo Artmann, was mit einem dreifach donnernden „Hei-a-kra-Bau“ bestätigt wurde.


Wie in jedem Jahr gehörte sodann die Bühne den „Süßen kleinen Funken“, die dem Abend mit ihrer Tanzdarbietung zur Musik von Shakira den ersten künstlerischen Akzent gaben, was mit Applaus, Orden und je einem Ü-Ei belohnt wurde. „Süß, bunt und einfach nur waka, waka“, meinte hierzu Uwe Isermann.

 

Eine besondere Auszeichnung wartete auf Pastor Böcker, der im Sommer in den wohl verdienten Ruhestand geht. „Seit 50 Jahren sind Sie Priester. Die letzten 36 Jahre waren Sie hier bei uns in Schöppingen tätig und haben uns stets in unserem närrischen Treiben unterstützt. Hiermit ernennen wir Sie zum Ehrenmitglied im Elfer- und Prinzenrat“, erklärten der Mitglieder des Prinzenrates und überreichten ihm eine Urkunde.

 

Quasi nahtlos ging es in der Bütt mit dem Schöppinger Jung Heiner Pahsen. Nachdem die „Roten Funken“ mit ihrem schwungvollen Gardetanz die Gästen begeistert hatten, gab es einen „Nahalla Marsch“ für Klempner Alfons Abel aus Cloppenburg. Er plauderte aus seinem Klempner-Nähkästchen und erläuterte eindrucksvoll die Hauptunterschiede zwischen Mann und Frau. „Das fängt bei der Benutzung des WC an - der Grund weshalb ich heute überhaupt hier in Schöppingen bin. Ich soll sie alle umzurüsten, denn ab sofort ist das Pinkeln hier nur noch im Sitzen erlaubt“, merkte Abel an. Und der Klempner holte weiter aus, denn auch bei der Auswahl der Fernsehsendungen, die Frau natürlich bestimme, beim Gang zum Frisör und beim Einkauf neuer Kleidungsstücke seien die Geschlechter einfach Grund verschieden.

Mit ihrem ausgefeilten Gardetanz bezauberten anschließend die „Blauen Funken“, dem ein gelungener Pur-Party-Mix mit Rolf (Dirksen) und seinen Freunden (Tanzkapelle Blaulichter) folgte. „Rolf & Co.“ rockten den Saal und ließen die begeistert mitgehenden, kostümierten Narren auf Stühlen und Tischen stehen.

Mit kurzen Schöppinger Episoden von Klofrau Erna (alias Petra Laurenz), die öffentlich ihre innige Liebe zu Gastwirt Heiner Niehoff bekannte, dem Showgirls-Musikantenstadl des NSKKV und den „Englischen Lords“ vom Eggeroder Festkomitee wurde dem Publikum etwas für Ohr und Auge geboten.

Ein besonderes Highlight hatte in gewohnter Manier noch das Männerballett des NSKKV zu später Stunde auf Lager. Vor einem schwarzen Vorhang demonstrierten die Herren zu „Beinhart wien Schocker“, dass Arme und Beine mitunter der Fliegkraft unterliegen.

Der Büttabend klang gegen Mitternacht mit der aus Funk und Fernsehen bekannten Sängerin Diana Sorbello, einem neuen Stern der Musikwelt, aus. Was blieb dem närrischen Volk anderes übrig, als dieses Feuerwerk der Heiterkeit mit einem dreifach kräftigen „Hei-a-Kra-Bau“ zu kommentieren?

VON ANGELIKA HOOF, GRONAU
Westfälische Nachrichten