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Wollen Karneval, keine Party

schöppingen - Das Maßnahmenbündel, mit dem der NSKKV in der vergangenen Session versucht hat, die negativen Begleiterscheinungen des Umzugs einzudämmen, hat Wirkung gezeigt. Die Fälle von Alkoholmissbrauch und Gewalt sind dank einer konzertierten Aktion mit der Unterstützung durch die Ordnungspartnerschaft zurückgegangen. An diese positive Entwicklung wollen die Karnevalisten in dieser Session anknüpfen. „Karneval soll in Schöppingen auch Karneval sein“ lautet der Leitgedanke, den sich der NSKKV auf die Fahnen geschrieben hat. Der Umzug soll zum Jecken-Erlebnis werden und nicht zu einer niveaulosen Party-Großveranstaltung verkommen. Dafür legen sich die Obernarren um Umzugspräsident Martin Steiner schon jetzt mächtig ins Zeug.

„Es hat bereits Abstimmungsgespräche innerhalb der Ordnungspartnerschaft gegeben“, machte Steiner gestern im Pressegespräch deutlich. Der NSKKV will die - in diesem Jahr vergleichsweise lange - Zeit bis zum Sessionshöhepunkt und Abschluss (6. März) intensiv nutzen, um Aufklärung zu betreiben. Worum es den Organisatoren vor allem geht, ist ein möglichst sicherer Umzug sowie die Vermeidung übermäßigen Alkoholkonsums. „Es wird auch in diesem Jahr wieder verstärkte Kontrollen geben“, kündigt Steiner bereits jetzt an. Es seien nur einige wenige, die sich bei dem Schöppinger Großereignis schlechthin daneben benehmen. „Auf diese Pappenheimer werden wir bzw. die Polizei besonders Obacht geben - auch schon vor Beginn des eigentlichen Umzugs.“ Neu in dieser Session: Erstmals werden von Beginn des Umzugs an einige Mitarbeiter des Kreisjugendamts im Einsatz sein. Aber auch die Einweisung der Wagenbauer werde sehr gewissenhaft erfolgen.

Weitergehende Konsequenzen, die auf die Katastrophe bei der Loveparade zurückzuführen sind, werde es allerdings nicht geben. Steiner: „Die Kreispolizei hat uns bereits mitgeteilt, dass wir in diesem Zusammenhang keine Änderungen zu befürchten haben.“ Im Gegensatz zur Loveparade in Duisburg sei die Gefahr einer Massenpanik beim Umzug in Schöppingen wegen der Weitläufigkeit des „Veranstaltungsgeländes“ nicht gegeben.

Apropos „Veranstaltungsgelände“: Beim Umzug Nummer zwei nach Fertigstellung der neuen Ortsdurchfahrt soll die Strecke nochmals angepasst und dann auch so beibehalten werden. „Wir brauchen in dieser Frage eine dauerhafte Lösung, auf die sich die Leute einstellen können“, betont Steiner. Ein eigens dafür gebildete Kommission wird sich darum kümmern. Wie der Weg genau aussehen wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Nur so viel steht fest: Die Aufstellung wird wiederum am Gewerbegebiet Nord erfolgen und der Zug durch den Ortskern verlaufen. Ein zweimaliges Durchlaufen der Wallstraße wie im vergangenen Jahr wird es nicht wieder geben.

» Die Anmeldungen für den Umzug (Wagenbauer, Fußgruppen, Kapellen etc.) können bei Martin Steiner ab Anfang Januar abgegeben werden. Für Wagenbauer, die keinen eigenen Wagen haben, bietet der NSSKV einen Vermietungs- und Vermittlungsservice an. Ansprechpartner ist Udo Artmann (02555/929938).

VON RALPH SCHIPPERS, GRONAU (Westfälische Nachrichten)